Definition Sucht

Ab wann ist man von Suchtmitteln abhängig?

In Psychologie und Medizin geht es darum, Diagnosen zu stellen. Um gezielt und für die Kassen nachhaltbar diagnostizieren zu können, bedarf es einer Art Norm bzw. eine Eindeutigkeit der Diagnose. Diese Norm nennt sich derzeit ICD-10 und besagt, dass Suchtmittelabhängigkeit dann diagnostiziert werden kann, wenn mindestens drei oder mehr der folgenden Kriterien gleichzeitig zutreffen:

  1. Ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, ein Suchtmittel zu konsumieren.
  2. Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums des Suchtmittels.
  3. Ein körperliches Entzugssyndrom bei Beendigung oder Reduktion des Konsums.
  4. Nachweis einer Toleranz: Um die ursprünglich durch niedrigere Mengen des Suchtmittels erreichten Wirkungen hervorzurufen, sind zunehmend höhere Mengen erforderlich.
  5. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen und Vergnügen zugunsten des Suchtmittelkonsums und/oder erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen.
  6. Anhaltender Substanzgebrauch trotz des Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen (körperlicher, psychischer oder sozialer Art).

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Stand: 30. April 2013